Der Ileoanale Pouch:

Der Ileoanale Pouch (von lat. Ileum: Hüftdarm, Anus: After, englisch pouch: Beutel, Tasche) ist ein Operationsverfahren, bei dem mit Anlage eines Reservoirs eine direkte Verbindung (Anastomose) zwischen dem letzten Abschnitt des Dünndarms (Ileum) und dem Anus geschaffen wird. Angewendet wird die Technik bei der Kolektomie, wie sie zum Beispiel bei der Colitis ulcerosa durchgeführt wird. Ziel der Anlage eines ileoanalen Pouches ist die Erhaltung der Kontinenz (willentliche Stuhlentleerung durch den natürlichen Darmausgang).

 

Zur Bildung eines Pouch wird künstlich aus Dünndarmschlingen ein geformtes Reservoir angelegt, das den überwiegend flüssigen Darminhalt des Dünndarms sammelt und die direkte Entleerung hinauszögert.  Es gibt verschiedene Möglichkeiten den Pouch zu gestalten. Die technisch einfachste Anlage ist der so genannte J-Pouch, diese Anlage gilt heute als Standardverfahren.