Für einen ganz besonderen Menschen

Heute möchte ich euch mal eine Person vorstellen, auf den ich zu recht Stolz sein kann und es auch bin. Diese Person ist meine Frau, die ich über alles liebe und ihr für jeden Tag dankbar bin, den ich mit ihr verbringen darf.

 

Manche halten das für Geschleime, finden, sowas ist "uncool", aber das ist mir aber völlig egal, was Andere denken, denn ich weiß, seit 23 Jahren, auf wen ich mich immer verlassen kann, wer immer da ist wenn ihn brauche, der seine Wünsche aufgibt, nur um mir zu helfen, mir Mut macht, mir aber auch mal sagt " bis hierhin und nicht weiter"!  Sie stand von Anfang an hinter mir, und das seit dem Tag, der mein Leben in eine andere Richtung schubste.

Der Tag, wo ich persönlich sage: "Wenn mir das Einer vor 5 Jahren erzählt hätte, ich es niemals geglaubt hätte!", der 02.Dez. 2010, der Tag meiner OP, wo ich meinen Dickdarm verlor und meinen Stummel (Ileostoma) erst mal vorübergehend bekam. Sie war da, saß an meinem Bett auf der Intensivstation jeden Tag, hielt meine Hand, sprach mit mir, obwohl ich nichts mitbekam, davon, obwohl, einen Satz habe ich mir merken können, nämlich "Schatz wir schaffen das!" das gab mir Halt.

Ich weiß bis heute nicht, wie ich ihr ihre Aufopferung wieder zurückzahlen kann. Denn eines ist mal klar, das ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen, bei Weitem nicht. Sie hat immer gelächelt, nie Tränen bei ihrem Besuch anmerken lassen, obwohl ich es ihr anmerkte, dass sie sich zusammengerissen hat, und war mein Fels in der Brandung.

Ich werde es nie vergessen, wie ich am 06.12.10 auf die normale Station verlegt wurde. Ich habe mit der Physiotherapeutin erste Schritte im Zimmer gemacht. Mein Vorhaben war, dass ich meine Frau an der Zimmertür, Tags darauf, in Empfang nahm um ihr zu zeigen, dein Mann ist ein Steh- Auf- Männchen. Der Tag kam und ich ging in Richtung Tür, das Lächeln, was ich dann zu sehen bekam, werde ich nie vergessen, als meine Frau ins Zimmer trat. Sie nahm mich in ihre Arme und weinte, weil sie sich mit mir freute. Von da an ging es stetig Bergauf.

Selbst, als ich im Jahr darauf die RV (Rückverlegung) hatte, war sie auch da, und fing mich auf, als es mir nicht so gut ging. Als ich die Krämpfe bekam, die sich Keiner erklären konnte, da war sie Diejenige, die mir Mut machte, nicht aufzugeben, den Glauben nicht zu verlieren, und mein Ziel nicht aus den Augen zu lassen. Denn das war bis dahin, ein Leben ohne Beutel! Das ganze Theater dauert 5 Tage (vom 26. März bis 31. März).

Es war, glaub ich, ein Mittwoch, meine Frau war schon auf dem Heimweg, als ich mit dem Oberarzt der Station ein Gespräch hatte, wie ich mir es vorstellen würde, wie es weitergeht. Ich sagte dem Oberarzt, ich will mein Leben zurück, d.h mein Stummel sollte zurück an die Oberfläche. Das konnte ich nur so klar sagen, weil meine Frau hinter mir stand und zu mir meinte, egal wie du dich entscheidest, ich bin immer da, für dich.

Sie war kaum zu Hause, da rief ich sie an, um ihr zu sagen, dass ich eine Not-OP bekäme, und schon war sie wieder auf den Weg zu mir ins KH, ohne das ich sie darum gebeten hätte, zu kommen. Die Busse fuhren nur noch Stündlich, und es war schon nach 21:00. Sie kam gerade noch so an,  dass wir uns verabschieden konnten. Tags darauf saß sie wieder an meinem Bett, sprach mir erneut Mut zu, hielt wieder meine Hand, um mir zu zeigen, du bist nicht allein.

Selbst da hat sie nicht locker gelassen, immer wieder gesagt, Schatz, steh auf und lauf, und ich lief. Stellt euch vor, in der Nacht vom 31. März auf den 01. April 2010 war die OP und 10 Tag später konnte ich das KH auf zwei Beinen verlassen, weil ich Jemanden habe, der mir zeigte, das es weiter geht und es sich immer lohnt, nie aufzugeben, sondern zu kämpfen.

Dafür möchte ich mich mal bei dir bedanken, "Danke, mein Hase" für deine Liebe, deine Zuversicht, deine Zuneigung, deine Kraft, mir zu zeigen, wo es lang geht und das unsere Reise, die am 16.09.1990 begann, niemals aufhört, ganz egal, was da noch kommen mag, ich bin bereit, dank Dir.

Dein Mann geschrieben um 02:15 am 15.okt

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